Tierheilpraktikerin                                                                                     Osteopathie/Physiotherapie verbunden mit
    

   
 Osteopathie und Osteopathie und Physiotherapie Pflanzenheilkunde
                                                                                                                         Gabi Gabriele Jansen



                                     

          
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Akupunktur und Akupressur

Die Akupunktur ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin und blickt auf eine mehr als 3000-jährige Geschichte zurück. Im "Riesenreich" China wurden im Laufe der Entwicklung verschiedenste Strömungen, Stilrichtungen und Traditionen zu einem Akupunktursystem zusammengefasst.

Die traditionelle chinesische Medizin und auch die Akupunktur sind sehr methodenreich und recht komplex. Der Sage nach sind es die chinesischen Kaiser Shen Nong und Huang Di, die die Medizin eingeführt haben. Shen Nong soll hierbei die Heilpflanzen den Menschen zugänglich gemacht und Huang Di unter anderem die Akupunktur in die Medizin eingeführt haben. Als integraler Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, ist die Akupunktur  im europäischen Raum die bekannteste und auch beliebteste Therapieform aus dem asiatischen Lebensraum. Die Akupressur funktioniert genauso wie die Akupunktur, jedoch werden hierbei keine Nadeln verwendet, sondern lokaler Druck auf den jeweiligen Punkt ausgeübt. 

Diese Behandlungsmethode ist ausgesprochen vielfältig. Ich setzte sie auch gerne in Kombination mit anderen Behandlungsmethoden ein. 

Seit den 70ern beschäftigt sich auch die westliche Wissenschaft immer häufiger mit dem Thema Akupunktur. Besonders Interesse gilt dabei der Tatsache, dass die Akupunktur offenbar chronische Schmerzen lindern oder ganz aufheben kann (und das nicht nur bei erwachsenen Menschen, bei denen der Palceboeffekt vermutet werden könnte, sondern auch bei Tieren und Kindern, die von einer solchen Suggestion in diesem Sinne nicht beeinflusst werden). Die logischste Hypothese geht davon aus, dass die Akupunktur dünne myelinisierte Nervenfasern im Muskel aktiviert, die Impulse zum Rückenmark leiten. Neben diesem werden so auch zwei andere Zentren aktiviert: Das Mittelhirn und die Funktionseinheit Hypothalamus-Hypophyse. Im Rückenmark werden die afferenten Schmerzreize mit Hilfe von Enkephalin und Dynorphin (beides Arten von Endorphinen) blockiert. Im Mittelhirn aktiviert das Enkephalin das absteigende Raphesystem, welches die Schmerzweiterleitung ins Gehirn unterdrückt. Die Funktionseinheit setzt schließlich eine weiter Art von Endorphinen, β- Endorphin, ins Blut frei und erzielt somit eine "Fernwirkung".

Mit anderen Worten: Akupunktur stimuliert die Nerven, was unter Anderen dazu führt kann, dass Schmerzen gelindert werden können. 

Die traditionelle chinesische Medizin hat eine andere Erklärung für den offensichtlichen Erfolg der Akupunktur. Diese ist eng mit der chinesischen Philosophie und Lebenseinstellung verbunden, weshalb sie für den Europäer zunächst fremd erscheint. Das ist sicherlich der Grund, warum Akupunktur schnell als "Quaksalberei" abgestempelt wird.

Ihre Wurzeln hat die Akupunktur im Taoismus, einer chinesischen Philosophie, die davon ausgeht, dass alles was ist in einer ständigen Wechselwirkung zur Natur steht. Das alles übergreifende Eine im Kosmos ist das "Tao", die schöpferische Kraft der Natur, die alles umschließt. Aus ihr gliedert sich die Polarität zwischen Yin und Yang. Alle Gegensätze werden Yin oder Yan zugeordnet (Beispiel: Der Himmel ist Yang, die Erde Yin; männlich ist Yang, weiblich Yin). Der Kosmos ist von der Wirkung und Abhängigkeit dieser Systeme beherrscht: Ohne Ying kein Yang. Im menschlichen Körper existieren die Wechselbeziehungen ebenfalls, daraus resultiert die Lebenskraft "Qi". Diese ist in einem ständigen Fluss und jede Stagnation führt zu einer Störung der Lebensvorgänge. Im Körper sammelt sich das Qi in Bahnen (Jing und Luo). Verbindungen von beiden Kanälen werden besonders im Westen "Meridiane" genannt, eine Anspielung auf das Merdiansystem der Erde. Jede Körperfunktion ist ein Ausdruck des Wirkens und der Bewegung des Qi. Es kann aber auch zu Blockaden im Qi kommen, dadurch werden Körperfunktionen behindert. Akupunktur soll diese Blockaden lösen. 

Neben dem Ying und Yang Prinzip kennt man das Prinzip der fünf Wandlungsphasen, die den fünf chinesischen Elementen (Holz, Feuer, Erde, Wasser, Metall) zugeschrieben werden. Dieses dient zu Abstraktion und Veranschaulichung und basiert auf dem gleichen System von Meridanen und dem Energiefluss, der durch die Akupunktur behandelt werden soll.